How segoing, mates? Nachdem wir uns jetzt schon längere Zeit nicht mehr block-technisch gemeldet haben (Moment, es waren ja nur 14 Tage – andere Backpacker schaffen es auf ganze drei Blockeinträge in 7 Monaten
, no worries, mates) hier brandaktuelle Neuigkeiten aus dem Leben „on the road“ von Jonas und Niels (Wer über eine umfangreiche Musiksammlung verfügt, sollte nun „On the road again“ von XY einlegen, den repeat- Knopf drücken, sich zurücklegen und weiterlesen).
Mit einem feuchten und einem trockenen Auge verließen wir sonntags unser Hostel in Taupo und unsere Herbergsmama Lynn…na ja, eigentlich waren es zwei weinende Augen. Denn im Vergleich zu unserem 6-Quadratmeter-Mitsubishi-Sumpf erscheint sogar der Käfig einer Legehenne wie der Markusplatz in Venedig. Zudem hatten wir uns nach fast einer Woche Aufenthalt schon richtig eingelebt in der kleinen Hostel – Familie.(O-Ton Lynn: „Ohh, you don´t have to leave, stay another night. But you have to pay for it“
)
Bevor wir Taupo jedoch endgültig verließen, reparierte uns ein lustiger Rastamann (Jah Bless) unsere Innenleuchte für in Deutschland unvorstellbare 4 Dollar. So eine Lampe ist schon ziemlich praktisch wenn’s um fünf schon dunkel wird, draußen das Opposum Bäume fällt und der Monsun – Regen gegen die Scheiben peitscht…aber dazu später mehr.
Im Anschluss an unseren Kurzurlaub am See stand erst einmal der Geothermalige auf dem Programm. Da man aber wenig Spannendes über vulkanische Aktivität berichten kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat (blubb, zischh, stink…voll de Schweflige!!!) verweisen wir an dieser Stelle auf die Pics und eure Vorstellungskraft. An die Damen und Herren mit der Musiksammlung: „Smoke on the water“ von Deep Purple passt hervorragend zu diesen Bildern. Unser Fazit: „Eindrucksvoll, stinkend aber jeden Cent wert!“
Nebenbei waren wir übrigens noch Killer Prawn (Golfbälle über und in die einzigste Garnelensüßwasseranlage der Erde schlagen) zocken und haben mal einen Abend an der Himbeerseite des Lebens geschnuppert – am Lagerfeuer mit rosa Marshmellows und Prosecco (minus Prosecco, plus Bier!). So viel dazu…
ICH, NOSTRADAMUS – MAGIER UND PROPHET
…da ja bereits die Rede von Opossums und Garnelen war, hier ein kleiner Exkurs in die neuseeländische Tierwelt:
1) fiese Motorratte [rattus motorikus]; die
die fiese Motorratte zeichnet sich durch ihre unangenehme Eigenschaft aus, gegen drei Uhr nachts in stehende Backpacker–Vans zu klettern und dort ihr musikalisches Talent im Motorraum unter Beweis zu stellen – zum Leidwesen der schlafenden Backpacker.
Reaktion: nach vorne klettern und den Motor anschmeißen
2) Schorsch [Opposum maximus]; das
das Schorsch erreicht eine Länge von ca. 3,5 Metern und einen Torsoumfang von ca. 2 Metern und wurde in den letzten Monaten vermehrt auf einem Mitsubishi Sportpac (Farbe: silver-pink) sitzend gesichtet. Meist sieht man Das Schorsch wie es mit üblen Drohgebärden und wildem Rumgepöbel andere Backpacker von besagtem Auto fernhält. Das Schorsch scheint ein einzigartiges Exemplar seiner Gattung zu sein…und das ist auch gut so.
3) gemeines Thermalschwein [wutzus thermalikus]; das
das gemeine Thermalschwein ist ein ziemlich gewöhnliches Schwein in einem Thermalgebiet. In mitten von Schwefeldampf und blubbernden Schlammlöchern erscheint es jedoch oftmals interessanter als all die geothermalen Kuriositäten.
Anmerkung: es lebt gern in Gemeinschaft mit bösen Emus und Pfauen
Nach diesem kurzen Exkurs nun zu den letzten Tagen: Seit Sonntag regnet es, nein besser gesagt es schüttet, und zwar in solchen Mengen, dass Schafe im Schlamm stecken bleiben und wir nur noch im Auto kochen können (klingt witzig, ist es aber nicht!). Was uns dennoch nicht davon abgehalten hat, einiges zu erleben:
Zorbing:
Objektiv beschrieben rollt man allein oder gemeinsam in einer durchsichtigen Gummikugel, gefüllt mit Wasser, den Berg runter. Subjektiv beschrieben: ein hammermäßiger Spaß – fühlt sich ungefähr so an wie der Schleudergang in einer Waschmaschine. Was soll man da noch sagen: Ausprobieren!
Waitomo:
Nach unserem Zorbonauten- Jungfernflug ging es nach Waitomo in die Glowworm – cave. Eine 60-minütige Führung brachte uns unter die Erde. Dort kamen wir in den unbeschreiblichen Genuss abertausender Glühwürmchen und einer Fahrt über einen unterirdischen See. Leider konnten wir keine Fotos machen – die Glühwürmchen mögen das nicht.
Matamata:
Danach gings an der Manu Bay (ja Manu, du hast schon richtig verstanden, du hast rechtlich Anspruch auf die Bucht…die haben deinen Namen geklaut) vorbei über Raglan und Hamilton nach Matamata: dort kam Niels in den Genuss einer privaten Führung durch das Filmset von Hobbingen. Normalerweise kostet so eine 1-Mann-Führung über 300 Dollar, doch aufgrund des nach wie vor sintflutartigen Regens war er alleine auf der „Gruppen-Tour“ [Preis: 50,00,-]
O-Ton Niels nach der Rückkehr:„ UNGLAUBLICH, man kommt sich vor wie ein kleiner Junge im Süßigkeitenladen. Die 2-stündige Führung in und über die Hügel von Hobbingen schaffte es mir tatsächlich ein dermaßen debiles Lächeln auf die Lippen zu zaubern, dass ich im Nachhinein selbst über die Bilder lache. Terisa, die Tourguide, hat unglaublich viel Plan gehabt über die Lord of the ring – Geschichte. Und zum Abschluss der Tour durfte ich noch Lämmchen füttern und Schafe scheren. Tight! Seid neidisch!!!“
Also wie ihr seht, es ist viel passiert und uns geht’s gut. Regnen tut´s immer noch (oder vlt. auch wieder!) und morgen geht’s endlich mal wieder ins Hostel nach Tauranga. Sind dort bis Freitag im Dorm, dann geht’s weiter in unserem Schimmel – Van auf die Coromandel- Halbinsel und dann zum ersten Zwischenstop nach Auckland, von dort aus dann weitere Geschichten aus dem Leben „on the road“.
Danke für die geschickte Mugge, Grüße an alle, bis densen…
Jonas und Niels….. und Schorsch









