Salve ihr da,
5 days ago…Major Merve und Gefreiter (Sklave) Tobi entschliessen sich ihren Stuetzpunkt Wellington zu verlassen und die unerforschten noerdlichen Gefilden zu erkunden. Im Gepaeck: Notproviant, ausreichend warme Kleidung fuer Merve, zu kalte Kleidung fuer Tobi . Letzteres wird sich noch als lebensrettend erweisen.
Vorbereitet fuer den harten Weg auf der Strasse und ausgestattet mit einem gemieteten „Alice in Wonderland“-Van verliessen wir Wellington mit der Sonne im Nacken! In freveler Absicht uns dem Willen von Gott Odin (Niels) und dem roten Manitu (Jonas) zu widersetzen entschlossen wir uns die vorgeplante Route zu aendern und westliche vom Feind unbeobachtete Kueste zu erobern und nach Wanganui zu fahren. Nach problemloser Fahrt ueberraschte uns die Nacht und die Dunkelheit machte ein weiteres Vorankommen unmoeglich. Mit grossem Geschick war binnen Sekunden ein Notlager eingerichtet (Van am Strassenrand geparkt).
Naechster Tag: Weiter trieb uns das Verlangen nach Abenteuern, und so erreichten wir, was uns am Vortag verwehrt blieb: Wanganui…nach kurzer Rast und mit aufgetankten Reserven (Kaffee getrunken) hoerten wir Geruechte ueber Patea…ein unerforschtes Stueckchen Land dicht an der Kueste. Nachdem wir dieses Ziel erreicht hatten und es erneut zu dunkeln begann verfuehrte Tobi Merve am Strand romantisch bei einem bilderbuchhaften Sonnenuntergang!
Tag 3: Unermuedlich grasten wir die ganze Kueste ab…nahmen so viel mit wie es zu sehen gab (und sofern Tobi mit dem Kartenlesen nicht ueberfordert war…hier gilt noch anzumerken, dass aufgrund der Beinlaenge ein Fahren fuer Tobi unmoeglich war…schon schlimm wenn man nicht mal in einen riesen Van reinpasst)
Ueber einen kurzen Umweg ueber Stratford und erneut gefuelltem Benzintank erreichten wir die Dawson Falls…ein halsbrecherischer Abstieg ueber Schneefelder mit zwischenzeitlichem Orientierungsverlust (Tobi immer orientierungslos) lag hinter aber geile Wasserfaelle vor uns.
Nun lag es daran, sich wieder an den Aufstieg zu machen…bei dem sich die vom Zigarettenkonsum angegriffene Kondition als groesste Schwierigkeit herausstellte. Mit nassen Fuessen, durch den meterhohen Schnee, aber gluecklich ging die Reise weiter.
Tag 4: Fest entschlossen Taupo zu erreichen, und damit die Kueste zu verlassen, bestand dieser Tag fast nur aus Autofahrt. Zunaechst Zwischenstop in New Plymouth: Information Center besucht, Kaffee getrunken und Strafzettel kassiert (das lag daran, dass wir hinterruecks von einem alten Mann ueberrascht wurden, der schneller redete als das Wasser die Dawson Falls hinunterstuerzt und nicht von uns abliess, bis wir nicht seiner privaten Fuehrung durch die Ausstellungsstuecke folgten…naja…die 40 Dollar Strafe warens NICHT!!!! wert…vor allem weil Merve alles verstand…Tobi aber nur 30%)
Egal…nach verbuesster Strafe im District Council drueckte Merve ordentlich aufs Gas…schliesslich hatten wir ja noch ein Tagesziel: Taupo! Allerdings wurde uns schnell klar, dass wir uns verkalkuliert hatten…den erneut brach die Dunkelheit ueber uns herein…Aber kein Problem fuer Gefreiten Tobi…zielsicher hatte er ein Camp mittem im Wald ausgemacht, zu dem er Merve fachmaennisch lotste…allerdings sollten wir den Campingplatz niemals erreichen…nach zahlreichen Schlagloechern und bedrohlich gesunkenem Benzinspiegel mussten wir einsehen, dass uns nichts anderes uebrig blieb, als zur naechsten Zivilisation zu fahren…die laeppische 40km entfernt lag…Mit den Nerven am Ende und voellig uebermuedet zauberte Tobi vor dem Schlafengehen fuer seinen Schatz noch ein Wahnsinnsessen, bevor dann auch fuer uns in der mittlerweile tiefsten Schwaerze der Nacht die Lichter ausgingen.
Tag Nummero 5: Endlich in Taupo angekommen. Hatten bei unserer Lake Taupo-Umrundung damit gerechnet einige in der Karte verzeichnete Points of Sights zu erkunden…aber Tobi mit der Karte in den Haenden fuehrte Merve sicher an jeder Sehenswuerdigkeit vorbei…tja. Also erreichten wir Taupo frueher als erwartet und haben Stellung in YHA-Hostel bezogen, nicht ohne vorher noch voellig ueberraschenderweise auf einem Lookout Merves, Niels’ und Jonas’ alten TTBone zu treffen (Zitat Merve: Kuck mal…so einen Van hatten wir…DAS IST UNSER VAN!!!!!!!!!!!!!
Fazit: Proviant erneuert, Sonne scheint jeden Tag, Tobi sehr gut drauf, Merve sehr gut drauf (Morgens motzig, da von Tobi staendig geweckt) und geile Zeit vor uns (Taupo – Wir kommen!!!)
Es salutieren: Major Merve + Gefreiter Tobi